NEWS der neue RD Entrada

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

hier stelle ich euch heute kurz den neuen RD Entrada vor.

Der RD Entrada wurde als einfache Version des RD Primeiro entwickelt, um damit einen Einsteigerbogen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten. Jetzt hat Raul weitere Veränderungen eingeführt, um den Bogen noch eleganter erscheinen zu lassen. Der Bolzen, der als Pfeilauflage dient hat jetzt einen Durchmesser von 10mm. Das verwendete Glas ist jetzt schwarz. Der Griff ist weiterhin aus wiederverwendetem Holz gebaut, hauptsächlich Mahagoni aus alten Fenstern und Türen. Also hochwertiges Holz, das vor dem Verheizen gerettet wurde!

In den Längen 54“ (für kurze Auszüge) und 60“ und Zuggewichten von 15 bis 30# erhältlich, bietet der „twinbow“ RD Entrada die beste Lösung für Vereine und Parcours, die qualitativ gute, einteilige traditionelle Bögen als Leihbögen anbieten wollen sowie auch eine gute Einstiegsalternative für den Anfänger im Bogensport.

Das alles für nur 199,00€. Die bekannte RD Verarbeitung, vom Bogenbaumeister persönlich gebaut! Einige Exemplare werden auf der Paderbow zum Probeschießen verfügbar sein, wir freuen uns auf Euren Besuch!

Wegen der Nachfrage und kurzen Lieferzeiten, ist dieses Modell selten auf Lager. Also einfach anschreiben und bestellen.

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Pablo Deusdiante reist für die WBHC um die Welt

Der junge, gerade 17 Jahre alte Brasilianer Pablo Deusdiante, hat mit dem ersten Protogyp des RD Ranger Divide sich einen großen Namen gemacht.

Er erlangte in seiner Klasse  Young Adult Recurve Traditional den Weltmeistertitel  auf der WBHC in Yankton und das mit einem Prototyp aus dem Hause RD Aqueria. Auch wenn er alleine in seiner Klasse war, der Weltrekord im Standard Round zeugt, das es der Junge wahnsinnig gut drauf hat. In Brasilien erzielt er in letzter Zeit Punktzahlen, die ihn bei den Erwachsenen noch zwischen den drei besten platzieren würden.

Pablo hat mit seinem Vater und seinen selbst gebastelten Bögen vor etwa 5 Jahren mit dem Bogenschießen angefangen, in den Anfängen der Gruppe Arauqüeras, die heute eins der größten und erfolgreichsten Teams Brasiliens ist und in Araucária, nahe bei Curitiba ihr Trainingsparcours hat.

Mit wenig Mitteln hat Pablo mit Unterstützung von einigen Teamkammeraden und RD Arqueria seinen Weg zur WBHC erkämpft indem er letztes Jahr in der Südamerikanischen Meisterschaft (SABHC) als einziger die Punktzahl erreicht hat um von Field Brasil die Reise in die USA gesponsert zu bekommen.

Für Raul Duwe war es eine sehr große Freude zu sehen wie Pablo sich in unserem Lieblings-Sport entwickelt hat. Die RD Arqueria Crew gratuliert Pablo herzlich zum top Ergebnis und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg und Freude.

Ich selbst habe das Divide-System für euch schon getestet und es hat großes Potential, natürlich hängt der Rest vom Bogenschützen ab aber zum „um die Welt reisen“ und auch um zu gewinnen ist das Divide-System einfach nur genial.

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Bogenschützen der gehobenen Klasse und ihre RD Longo

Liebe Follower,

die Welt wäre ja langweilig, wenn ihr nur meine Blogs und meine Meinung lesen würdet. Daher möchte ich euch nicht die eine oder andere Kundenmeinung vorenthalten, die Raul erreicht hat. Mir ist der Bericht zu Techniklastig aber was zählt schon die Meinung einer Frau, gell?

Trotzdem mal der RD-Longo aus der Sicht eines Mannes!

Hallo Raul,

ich habe meinen RD Longo jetzt mal ausgiebig getestet und das entsprechende Setup probiert, du wolltest ja ein Feedback und Vergleich haben. Kurze Info zu meinem Bogenleben: 15 Jahre Erfahrung mit Langbogen und Selfbogen von diversen Bogenbauern (Border-Bow, Büttner, Stegmeyer…) Einige Titel wie, Landesmeister, Deutscher Meister und Vize Weltmeister errungen. Ich schreibe das jetzt rein als subjektives Empfinden aus der Sicht eines Schützen, der den Bogen als Turnierbogen nutzen möchte. Das heißt,    mit sehr hohen Anspruch. Die Vorgabe war ein RD Longo mit 68“ und ca. 45#, tiefer Pistolengriff, schlanke Wurfarme und in den Farben rot-schwarz gehalten.

Fangen wir mit dem optischen an: Ein absoluter Hingucker!

Die Farbkombi und das optische Erscheinungsbild sind geradezu perfekt gelungen, Silencer zum custom Bogen dazu zu packen finde ich eine klasse Idee.

Zum Design: Die Form wirkt geometrisch praktisch, wie aus einer Standard Form. Im Vergleich zum Stegmeyer  wirkt er wie eine Tafel Ritter Schokolade, quadratisch, Praktisch, gut. Der RD Longo wirkt vom das Design einfach nur praktisch (rein subjektiv und nur das Design, nicht die Optik, ist ja auch eine andere Preisklasse).

Zum Schussverhalten: Bei dem Bogen mit leichten Carbon Pfeilen (6 gpi) gibt es keinen Unterschied zwischen einen Eburon 98€, Raven 350€ und den RD Longo 800€ bis 30 Meter. Danach macht sich der RD Longo schon etwas besser. Das Problem ist allerdings, wenn ich beim Auszug auch nur 1 cm unterschied beim Ankern habe, wirkt sich das auf der Scheibe bei ca. 40 Meter bis zu 50 cm Höhenunterschied aus. Bei schwereren Pfeilen (ab 8 gpi) ist das nicht ganz so dramatisch.

Für ein Systemschützen der bei der IFAA Feld schießt, ist das allerdings ideal, weil er ja die Pfeilspitze als Auszugshilfe nutzt und dann kann man mit den leichten Setup auch leichte Pfeile mit wenig Zugkraft die 70 Yards gut bewältigen. Ein 3D Schütze wird irgendwann mit einem leichten Setup unzufrieden sein, weil die Streuung zu groß ist. Das Schussverhalten bei schweren Holzpfeilen (ab. 550 gn bei 46#) ist allerdings beim RD Longo um Längen besser als beim Eburon oder Raven. Der RD Longo drückt die Pfeile satt raus und bei einem FOC von über 65% über Mitte zieht die Spitze förmlich ins Ziel. Da kann der RD Longo auch mit Stegmeyer oder Falkenholz gut mithalten. Da auch der Stegmeyer bei 5 gpi ein schlechtes Schussverhalten hat, glaube ich, dass er das Mindestpfeilgewicht von 9ggp, also 9 gn Mindestpeilgewicht pro Pfund Zuggewicht angegeben hat.

Zur Verarbeitung: Der RD Longo ist von der Verarbeitung gar nicht mit dem Eburon oder Raven vergleichbar, die „scharfen Kanten“ bei den beiden Bögen wirken eher von einer Massenware, als von einem Handwerk, da ist der RD Longo deutlich besser verarbeitet. Der steht nicht viel dem Stegmeyer nach, der ist nur etwas „runder“ was ihn wertiger erscheinen lässt.

Zum Fazit: Der RD Longo ist auf Grund des Standard-Design ein guter, bis gehobener Mittelklasse Bogen. Der Longo custom macht ihn durch die Holz, Farb- und Griffvarianten aber zur unteren Spitzenklasse. Was zur oberen Spitzenklasse fehlt ist ein fließendes, harmonischeres Design, bei dem man nicht das Gefühl hat, das er aus einer geometrischen Fertigform kommt und einen leiseren Abschuss. Alles andere wie Farbkombi, Holzauswahl, Griffformen, Leistung, kein Handschock, bringt er schon mit. Seine Stärken nutzt er definitiv bei schweren Pfeile Setup aus, also für Holzpfeile – Schützen der ideale Langbogen, zumal er in allen Verbänden (DFBV, DBSV, TBVD, AAE, IFAA, WA, HDH-IAA) als Langbogen Regelkonform ist. Aber denke daran, dass es keine allgemein Meinung ist, sondern nur mein eigener persönlicher Eindruck, jemand anderes kann das ganz anders empfinden.

Allerbeste Grüße Uwe

 

 

 

 

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Von einem neuen Bogen und Deutscher Meisterschaft

So schnell hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass mein neuer Bogen fertig wird. Es sollte wieder ein Primeiro werden, mit diesmal 62“ und einer anderen Farbkombination. Am Vorabend auf unserem Weg zur DM bekam ich die Nachricht, ich könnte ihn mitnehmen. Es war so oder so ein Zwischenstopp bei Raul geplant aber das ich da schon den neuen Bogen mitnehmen konnte, das war nicht geplant. Er fiel mir sofort auf, als ich den Vorraum von RD Arqueria betrat aber genau in dem Moment war ich dem Bogen verfallen. Ein paar Probeschüsse bei Raul steigerten meine Gefühle noch mehr. Ich besitze bereits einen Longo und einen Primeiro aber diese kleine Schönheit hat mich voll abgeholt.

Da stand ich nun und warf meine monatelange Vorbereitung für die DM über den Haufen. Ich testete ob die Pfeile passten und packte buchstäblich den Longo wieder ein. Wer braucht schon Medaillen wenn er so einen Bogen hat, dachte ich mir. Der Lack war buchstäblich noch ein bisschen feucht als ich bei der Bogenkontrolle den Bogen zur Begutachtung auf den Tisch legte. Da er durch seine Farben ein wenig ins Auge fällt wurde ich natürlich zu dem Bogen befragt, vor allem wie er sich schießt? Schmunzelnd musste ich immer sagen, mein anderer Primeiro ist der Wahnsinn aber ob er das genauso schafft, werden wir sehen!

Worauf ich natürlich immer fragend angesehen wurde und erklärte, das ich den Bogen gerade mal 2 Stunden besitze und bis auf vielleicht 10-15 Probeschüsse auf kurze Distanzen noch nicht genau wüsste, was mich erwartete. Es folgten auf dem Einschießplatz noch ein paar Testläufe auf weitere Distanzen aber schlussendlich hatte ich keine Ahnung wie die kleine Prinzessin reagieren würde, so bei 50m oder mehr.. naja „NO RISK – NO FUN“

Tag 1. lief besser als geplant, sodass ich tatsächlich auf dem dritten Platz landete, das war eine sehr große Überraschung aber wie immer wird zum Schluss abgerechnet und da konnte ich den Platz zwar nicht halten aber es war mir auch total egal. Ich habe genug von dem Klimbim im Schrank in allen 3 Farben aber so viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Normalerweise bin ich sehr trainingsfaul, irgendwie komme ich immer gut klar auch mit Training im Eco-Modus aber diesmal war es tatsächlich so, dass ich zwei Tage nach der DM meinen Bogen wieder einpackte und freiwillig zum Trainingsplatz fuhr um die Distanzen besser auszuschießen. Ich weiß nicht wer mehr überrascht war, mein Mann, meine Vereinsleute oder ich selbst. ICH – die immer eine Ausrede fürs Training hat, außer es geht auf Parcours. So fahre ich normalerweise während der geliebte Göttergatte im Training ist, ein paar Straßen weiter zum Stall und genieße die Zeit mit meinem Pferd, statt auf dem Platz zu üben aber es sind nun 3 Tage rum und es juckt wieder in den Fingern. Leider ist das Wetter für das kommende Wochenende mit Regen gemeldet, sehr schade, denn sonst wäre ich tatsächlich auf Parcours gefahren. Ja so kann es gehen… DAS ist von all meinen Bögen genau DER EINE der zu 100% zu mir gehört, es war als hätte ich vorher Frösche gehabt aber diesmal ist eine Prinzessin aufgeploppt …

Ich will nicht sagen, dass es jeder wie ich machen muss, alle 1-2 Jahre oder mit noch kürzeren Abständen einen Bogen zu kaufen um zu gucken, was noch so auf dem Markt rumschwirrt, viele meiner vorherigen Bögen haben mir das ganze KlimBim gebracht aber niemals hatte ich so einen Spaß dabei. Leider hat Raul einen kleinen Fehler gemacht, er hat meine Prinzessin so auf mich maßgeschneidert gebaut, dass ich für seeeehr seeehr lange Zeit mit Sicherheit keinen weiteren Bogen wünsche. Meine anderen Bögen haben in der Zwischenzeit überall in Deutschland eine neue Heimat gefunden, bis auf die von Raul aber ich überlege mir, ob die kleine Prinzessin nicht noch ein Bettchen im Schlafzimmer bekommt – Scherz beiseite. Wenn ihr die gleiche Euphorie wie ich erfahren möchtet, dann HOPP HOPP – euch steht nichts im Weg.

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Divide System im Praxistest

Liebe Follower,

vor 3 Tagen hatte ich das wahnsinnige Glück, den Prototypen einmal Probeschießen zu können. Zu eurer Erhellung ist ein kleiner Clip beigefügt.

Ich kann euch nur sagen, es lohnt sich unbedingt den teilbaren Bogen einfach mal auszuprobieren. Ich war überrascht das man in der Hand keinen Spalt merkt und der Bogen wunderbar schießt. Er liegt ruhig in der Hand und macht unheimlich Laune. Ich kann ihn euch nur empfehlen.

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NEWS NEWS NEWS

Was hat sich Raul Duwe von RD Arqueria  jetzt schon wieder für euch einfallen lassen?

Ihr werdet begeistert sein, vor allem die Schützen unter euch, die wenig Platz für den Transport haben, wie zum Beispiel die Motorradfahrer unter euch oder wenn ihr viel auf Reisen seid und euer Kofferraum schon alleine durch euer Gepäck platzt.

Genau für solche Fälle hat Raul etwas Neues für euch gezaubert. Nie mehr Probleme mit dem Verstauen des Bogens,  jeder Biker der sich öfters mal gefragt hat, wohin mit dem Langbogen und statt sein cooles Zweirad  die Autoschlüssen an einem sonnigen Tag genommen hat, erhält nun die Antwort auf sein Problem.

Seine neueste Entwicklung nennt sich:

„Divide“

Ein System für einen teilbaren Einteiler, erhältlich für die Modelle Ranger, Longo oder Primeiro.

Ein paar winzige Feinheiten und Optimierungen stehen noch an und dann kommt das neue Wundermodell auf den Markt.

Aber ist nicht Vorfreude bekanntlich die schönste Freude. Nur noch ein paar Mal schlafen… ich werde euch als Erstes die Markteinführung bekanntgeben.

 

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Check in, to Rauls gallery

Liebe Blog-Leser(innen),

heute möchte ich euch die Galerie von Raul Duwe ans Herz legen. Sie zeigt euch eine Vielfalt an Möglichkeiten, die ihr euch beim Bau des Bogens aussuchen könnt.

Wie ihr schnell auf den Bildern erkennt, sind das meisterhafte Unikate, ihr könnt euch jeden Bogen so individuell bauen lassen, wie es eurer Fantasie innerhalb einer großen Auswahl an Hölzern und Furnieren beliebt. Jeder Bogen ist ein kleines Kunsthandwerk und weist eine unglaublich gute Verarbeitung auf und steht dabei noch einem wahnsinnig attraktiven Preisleistungs-Verhältnis.

Wir ihr auch im YouTube-Clip sehen könnt, sind die Bögen auch neben all der künstlerischen Raffinesse leistungsstark, weich im Auszug und auch leise.

Na, neugierig geworden? Schaut doch mal in die Galerie

http://www.rdarqueria.net/galery.html

und auch auf die Seite, wo ihr all die Tollen neuen Furniere für die Zusammensetzung von buntem Schichtholz für „Premium Griffe“ findet

http://www.rdarqueria.net/konfigurator.pdf

Ich bin sehr gespannt, ob es euch nicht auch in den Fingern juckt, euch gleich den passenden Traumbogen zu bestellen?

 

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(Team RD)

Wer ist Raul Duwe? by Beth Duwe

Lieber Leser des Blogs,

hinter (fast) jedem erfolgreichen Menschen, steht ein starker Parnter. So hat auch Beth, Rauls Frau, ein stolles Statement über ihren Mann verfasst und lange in der Schublade liegen lassen. Ich möchte euch das liebevoll geschriebene Stück nicht vorenthalten und habe es nun in Absprache mit Beth hier für euch veröffentlicht. Lest einfach selbst

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Wer ist Raul Duwe?

Für Viele ein verrückter Exzentriker, für  Andere ein  „ Mythos“ und es gibt sogar Jemanden der ihn als „Michelangelo der Bögen“ bezeichnet….

Aber für mich ist er ein einfacher Mensch mit einem guten Herzen,  der sich Allem was er sich vornimmt  mit Hingabe und Fleiß zuwendet. Ein ausgezeichneter Handwerker (Künstler?) mit der Sensibilität die Wünsche der Bogenschützen zu erkennen und seine Bogenkonstruktionen dementsprechend meisterhaft zu entwickeln. Jeder Bogen ist  einzigartig!

Dies ist der Gründer der Firma „RD Arqueria“  Anfang des Jahres 2011 in Brasilien. Das erste auf das traditionelle Bogenschießen ausgerichtete  Unternehmen in einem Land in dem die Schwierigkeiten für den Aufbau eines solchen komplexen Geschäftes enorm sind. Zu Anfang bestand das  Geschäft nur aus einem Laden für den Verkauf vo n Pfeilen,  Bögen, dem entsprechenden Zubehör und einem  Schießstand. Wir bildeten in den folgenden 6 Jahren sehr viele Bogenschützen im instinktiven Bogenschießen aus. Danach kam die Fabrikation von Bögen.  Basiert auf den in Deutschland erworbenen Kenntnissen  wurde die Konstruktion von einigen Bogentypen entwickelt und fabriziert. Das war eine fantastische Erfahrung und ein Reifungsprozess über den es viele Geschichten zu erzählen gibt!

Als erste dieser Geschichten möchte ich berichten, wie und warum wir gerade nach Deutschland gekommen sind:

Was veranlasst Jemanden eine stabile Karriere im Ingenieurwesen mit einer verheißungsvollen Zukunft aufzugeben? Wunschträume: Die Herausforderung und der Wunsch etwas in seiner Umgebung zum Besseren zu verändern . Nach 18 Jahren  angestellt bei einer  großen multinationalen Zulieferfirma für die Automobilindustrie hat Raul gekündigt um seine eigene Firma zu gründen.  Zu Anfang ganz alleine nur mit der  Unterstützung seiner Familie. Mit der Zeit konnte er Andere zur Teilnahme begeistern. Das waren 6 Jahre angefüllt mit viel Arbeit, vielen persönlichen Opfern und totaler Hingabe.  Aber im Verlaufe dieser Zeit  gab es einige gravierende  Ereignisse, wie zum Beispiel die große und ausgedehnte wirtschaftliche und politische  Krise  die Brasilien gerade durchlebte, die uns maßgebend dahingehend  beeinflussten die Entscheidung zu treffen noch einmal eine große Veränderung  in unserem Leben vorzunehmen. Da Raul deutsche Wurzeln und auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, die Sprache beherrscht, einige Verwandte und viele Freunde und Bekannte durch die beruflichen  und geschäftlichen Beziehungen Deutschland hat, wurde beschlossen  das neue Leben in Deutschland zu versuchen.

Einmal entschieden, wurden die Vorbereitungen  für den großen Umzug getroffen. Einmal alle eingegangenen Verpflichtungen nachgekommen, lösten wir unsere Firma in Brasilien im Juni 2017 auf. Raul flog einen Monat vor uns nach Deutschland um die praktischen Dinge wie die zukünftige Unterkunft für die Familie und seine künftige  Werkstatt, dort im Norden des Landes zu organisieren. Alles etwas bescheidener als wir es in Brasilien zurückgelassen hatten, aber wir hatten ja auch zu der Zeit die Absicht uns vorläufig nur auf die Konstruktion rund Fabrikation von Bögen zu konzentrieren. Als es in der Gegend bekannt wurde, das da ein Ingenieur aus Brasilien von der Produktion  und dem Verkauf von Bögen leben wollte wurde das natürlich auch gleich von der lokalen Presse gewürdigt und „langsam aber sicher“ erkämpfte Raul sich mit Planung und Fleiss seinen Platz.

Und so verging das erste Jahr hier in Deutschland. Wir bedanken uns bei Allen die uns hier beim „Einleben“ unterstützt  und geholfen haben: Verwandte, Freunde, Nachbarn, Behörden, Schulen, der Schützenverein und …

Deutschland hat uns empfangen und aufgenommen, unser Respekt und Bewunderung für dieses Land und seine Bevölkerung und seine Werte wie: Erziehung, Disziplin und Gerechtigkeit.

Beth