Teil 3 vom Tupa

Liebe Bogenfreundinnen und Bogenfreunde,

auch wenn der Zeit bei vielen ein wenig Stillstand durch die schwere Corona-Krise herrscht, wir möchten euch die Freude auf und über Rauls Bögen nicht nehmen. Vielleicht ein Bogen für euch?  Hier der nächste Teil von einem begeisterten Tupa-Bogenfan.

Der zweite Teil ist schon etwas her und die Zeit für den 3. Baubericht vom Tupa ist gekommen.

Dieses Mal habe ich die Ehre etwas zu dem Projekt zu schreiben.

Nachdem wir bei Raul den Griff angepasst und probegeschossen haben, ging es an die Wurfarme. Mein Wunsch war es, Wurfarme mit einem Ziel-Zuggewicht von 43-45# zu bekommen. Gesagt –  getan und Raul machte sich an die Arbeit, einen Prozess für die Wurfarme zu entwickeln. Da ich nicht auf einen Termin fixiert bin, konnte Raul auch noch andere Projekte weiter voran bringen, die mit diesem nichts zu tun haben. Auch eine Messe wurde besucht. Dadurch hat sich alles ein wenig verzögert, was aber kein Problem für mich darstellte.

Nachdem der Prozess für die Fertigung stand, wurden die ersten Wurfarme von Raul gebaut und erreichten ein Zuggewicht von 63# @28“.

Nach dem Schleifen und Tillern kam ein Zuggewicht von 52,5# @28“raus. Das ist eigentlich viel zu hoch für das was ich anvisiert habe.

Er hat es noch weiter bis zum maximalen herunter geschliffen und landete dann bei  49,3#@28“. Bei meinen 29“ Auszug sind es 52,1#.

Erste Schusstests wurden von Raul durchgeführt. Der Bogen kam bei dem Schusstest mit einem 300gn Pfeil, auf 216 fps, bei 28“ Auszug.

Wir verabredeten, dass ich bei Raul den Bogen mal ausprobieren kann und um weitere Details für das Projekt zu besprechen.

Dann kam Corona!

Um nicht gegen die Verordnungen zu verstoßen oder den anderen in Gefahr zu bringen, entschlossen wir uns, das Treffen auf einen Termin nach Corona zu legen.Das Weiterentwickeln wollten wir aber nicht ruhen lassen und so sendete Raul mir den Bogen mit der Post zu, um ihn zu testen. Nach ein paar Tagen war er dann bei mir und es konnte losgehen.

Der Zusammenbau war schnell erledigt und die Sehne wurde befestigt. Jetzt fielen mir auch erst die sehr schlanken Wurfarmenden auf. Sie messen in den letzten 10 cm von 22 mm auf nur noch 13 mm vor der Sehnenkerbe. Das ist bei den nächsten Wurfarmen nicht mehr der Fall, zeigt mir aber, dass hier sehr genau geschliffen wurde und die Stabilität nicht beeinträchtigt ist. Da zeigt sich, was ein sehr guter Bogenbauer konstruieren kann!

Vorweg gesagt: Die Wurfarme haben sich nicht ein einziges Mal verdreht. Die Sehne wurde immer korrekt geführt und ist nie aus den Wurfarmen geschlagen!

Als erstes habe ich ein paar Probeschüsse gemacht und war völlig überrascht von der Leichtigkeit, mit der sich der Bogen (52,1# @29“) von mir ziehen lässt. Selbst nach ca. 30 Schuss habe ich noch keine Ermüdungserscheinungen bei mir feststellen können. So habe ich mich entschlossen, das Zuggewicht nach oben zu ändern. Ich peile jetzt ein Zuggewicht von 50# @29“ an.

Als nächstes habe ich die Geschwindigkeit (fps) getestet. Folgendes kam dabei heraus:

Pfeil mit einem Gewicht von 326gn und 29“ Auszug
8,0“ Standhöhe 8,5“ Standhöhe 9,0“ Standhöhe
219,5 224,7 213,7
217,0 214,0 216,9
225,5 213,6 219,4
223,6 Durchschnitt: 217,4 Durchschnitt: 216,7
225,6
224,2
Durchschnitt: 222,6
Pfeil mit einem Gewicht von 272gn und 29“ Auszug
8,0“ Standhöhe 8,5“ Standhöhe 9,0“ Standhöhe
237,8 234,1 239,9
246,2 234,5 263,4 (schade, Messfehler)
244,2 232,1 234,6
242,7 Durchschnitt: 233,6 289,1 (schade, Messfehler)
245,5 233,5
234,1 259,5 (schade, Messfehler)
234,5 Durchschnitt: 236,0
232,1
Durchschnitt: 239,6

Nachdem ich die Geschwindigkeit getestet hatte, wollte ich den Nockpunkt ausschießen und auch den Spine ermitteln, der für den Bogen passen könnte. Also alles aufgebaut und auf 10 m die ersten Rohschäfte geschossen. Rausgekommen ist ein Spine von 500 mit sehr leichten Spitzen (60gn). Das ist natürlich nur ein Richtwert, da es ja noch andere Wurfarme werden. So habe ich aber schon mal eine gute Grundlage, um dann bei den finalen Wurfarmen zu beginnen. Das Ausschießen des Nockpunktes war als nächstes dran. Hier habe ich dann festgestellt, dass die Pfeilauflage noch etwas angepasst werden muss. Raul schrieb, dass es sich leicht ändern lässt.

Die permanente Pfeilauflage wird etwas nach vorne verlegt, dann liegt auch der Schaft mittig drauf.

Nun konnte ich auf 18 m und 25 m die Akkuratesse testen. Was soll ich sagen, bei 5er Passen kamen auf Anhieb Gruppierungen von 15-20 cm bei 18 m und 20-25 cm auf 25 m zustande. Da ich im Moment nicht im Training bin, ist das für mich ausreichend.

Dafür, dass der Bogen noch im Rohzustand (man könnte auch Prototyp sagen) ist und das eine oder andere Detail noch hinzukommt, ist es ein sehr gelungener Takedown!

  • Gewicht (1566g mit Sehne)
  • Sehr lineares Auszugverhalten ohne das geringste stalken
  • Akkuratesse sehr gut
  • Schussruhe (kein Handschock)
  • Design schlicht und funktional
  • Permanente Pfeilauflage
  • Kein Mindestpfeilgewicht
  • Kann aufgespannt gelagert werden

Dies alles trifft sehr genau meine Anforderungen und meinen Geschmack! Als nächstes wird Raul Wurfarme bauen, die das Zuggewicht von 50# @29“ erreichen. Dann wird wieder getestet. Sobald Corona vorbei ist, werde ich zu Raul fahren und die finalen Details mit Ihm besprechen.

Der nächste Blog wird dann der Finale werdenHier noch ein paar Bilder vom Bogen

 

 

your girl with the pink and glowing bow

Teil 2 vom RD Tupã

Liebe Bogenfreundinnen und Bogenfreunde,

Raul hat für euch Teil seiner neuen Serien,  die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Weiter ging es diese Woche mit dem Take-Down Tupã Projekt für Thomas Gebetsberger:

Der Griff wurde an der Bandsäge vorgesägt. Eine sehr harte Arbeit für die Säge… auch das spezielle, teure Band das ich verwende, war danach stumpf. An dieser Stelle muss aber erwähnt werden, dass das was ich an den schweren Griffen in letzter Zeit verwende in Wirklichkeit kein Micarta ist (Baumwollgewebe in Phenolharz getränkt) sondern GFK (Glasfaserverstärktes Kunststoff, also Glasfasergewebe in Epoxidharz getränkt), was eine Nummer härter und schwerer als Micarta ist.

Dann wurden die Wurfarmaufnahmen geschliffen und gefräst.

Da ich bislang nur zwei Griffe gefertigt hatte, habe ich zur Übung, vor der Griffanpassung mit Thomas, die anderen 5 griffe, die ich in Vorbereitung hatte fertiggeschliffen. Am Freitag kam Thomas in die Werkstatt und wir haben viel Spaß beim anpassen des Griffes an seiner Hand und Haltung gehabt. Nach einige Schüsse mit den Wurfarmen des Prototyps 2 war er mit der Form zufrieden und wir konnten uns für eine Pizza hinsetzen und etwas klönen.

Nachmittags habe ich dann alleine weiter gemacht und den Griff fertig geschliffen. Thomas hatte noch den Wunsch, eine Pfeilauflage am Shelf und Fenster zu haben, die sich nicht abnutzt und nicht gewechselt werden muss. Gesagt getan. Dünne GFK Plättchen gefertigt und angebracht.

Nun muss noch die goldenen RD Arqueria Medaille drauf und der Griff kann lackiert werden.

Und dann die Wurfarme…  folgen im nächsten Kapitel!

your girl with the pink and glowing bow

NEWS NEWS NEWS

Liebe Bogenfreunde,

ich habe Neues für euch, direkt von Raul…

Hallo Bogenfreunde!

Es laufen bei mir immer einige Projekte gleichzeitig… Laden erweitert, Schießhalle umgebaut, Werkstatt umgebaut, Divide System im Test usw. Was ich aber schon lange erledigt haben wollte, war die Entwicklung eines Take-Down Recurves. Da mir sonst langweilig wird, habe ich auch noch damit angefangen. Zwei Prototypen gibt es schon, weitere vier sind in der Mache. Einige Tests werden gerade durchgeführt.

Das Modell wird RD Tupã heißen. Bis zur Ankunft der Portugiesen in das heutige Brasilien hieß „Tupã“ in der Indianersprache Tupi-Guarani „Donner“. Später wurde durch den Einfluss der katholischen Kirche dieses Wort zur Bezeichnung Gottes genutzt.

Ich hatte neulich auch die Ehre, Thomas Gebetsberger und Ingo Kubenka in meinem Laden empfangen zu dürfen. Ziel des Besuches war es einen Wettkampfbogen für Thomas zusammenzustellen, einen RD Ranger. Er sah aber die Prototypen und schoss sie. Nun habe ich den Salat! Er bestand darauf, mein erster Kunde für den RD Tupã zu werden. Challenge accepted! Zusammen haben wir auch beschlossen, die Herstellung dieses besonderen Bogen zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Hier also der erste Bericht.

Das Mittelteil soll so schwer wie möglich sein, aber ohne Zusatz von Wolfram oder Blei. IFAA regelkonform soll er auch sein, also mit Holzanteil und Kunststoff in Streifen, die nicht breiter als 6 mm sein dürfen. Schöne, dunkle Holzmaserung muss auch zum Vorschein kommen. Nach einigem Hin und Her sind wir auf einer Schichtverklebung von Makassar-Ebenholz mit 4 mm Mykartalagen, mit Verzierung durch Padoukfurnier gekommen.

Rohmaterial wurde besorgt, zugeschnitten, geschliffen und verklebt. Der Block wiegt jetzt 2740g. Dabei wird aber noch mehr als die Hälfte weggesägt, bzw. geschliffen. Wir dürfen nun alle gespannt sein, wie es weitergeht!

 

Bis bald, Raul

 

NEWS der neue RD Entrada

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

hier stelle ich euch heute kurz den neuen RD Entrada vor.

Der RD Entrada wurde als einfache Version des RD Primeiro entwickelt, um damit einen Einsteigerbogen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten. Jetzt hat Raul weitere Veränderungen eingeführt, um den Bogen noch eleganter erscheinen zu lassen. Der Bolzen, der als Pfeilauflage dient hat jetzt einen Durchmesser von 10mm. Das verwendete Glas ist jetzt schwarz. Der Griff ist weiterhin aus wiederverwendetem Holz gebaut, hauptsächlich Mahagoni aus alten Fenstern und Türen. Also hochwertiges Holz, das vor dem Verheizen gerettet wurde!

In den Längen 54“ (für kurze Auszüge) und 60“ und Zuggewichten von 15 bis 30# erhältlich, bietet der „twinbow“ RD Entrada die beste Lösung für Vereine und Parcours, die qualitativ gute, einteilige traditionelle Bögen als Leihbögen anbieten wollen sowie auch eine gute Einstiegsalternative für den Anfänger im Bogensport.

Das alles für nur 199,00€. Die bekannte RD Verarbeitung, vom Bogenbaumeister persönlich gebaut! Einige Exemplare werden auf der Paderbow zum Probeschießen verfügbar sein, wir freuen uns auf Euren Besuch!

Wegen der Nachfrage und kurzen Lieferzeiten, ist dieses Modell selten auf Lager. Also einfach anschreiben und bestellen.

your girl with the pink and glowing bow

Pablo Deusdiante reist für die WBHC um die Welt

Der junge, gerade 17 Jahre alte Brasilianer Pablo Deusdiante, hat mit dem ersten Protogyp des RD Ranger Divide sich einen großen Namen gemacht.

Er erlangte in seiner Klasse  Young Adult Recurve Traditional den Weltmeistertitel  auf der WBHC in Yankton und das mit einem Prototyp aus dem Hause RD Aqueria. Auch wenn er alleine in seiner Klasse war, der Weltrekord im Standard Round zeugt, das es der Junge wahnsinnig gut drauf hat. In Brasilien erzielt er in letzter Zeit Punktzahlen, die ihn bei den Erwachsenen noch zwischen den drei besten platzieren würden.

Pablo hat mit seinem Vater und seinen selbst gebastelten Bögen vor etwa 5 Jahren mit dem Bogenschießen angefangen, in den Anfängen der Gruppe Arauqüeras, die heute eins der größten und erfolgreichsten Teams Brasiliens ist und in Araucária, nahe bei Curitiba ihr Trainingsparcours hat.

Mit wenig Mitteln hat Pablo mit Unterstützung von einigen Teamkammeraden und RD Arqueria seinen Weg zur WBHC erkämpft indem er letztes Jahr in der Südamerikanischen Meisterschaft (SABHC) als einziger die Punktzahl erreicht hat um von Field Brasil die Reise in die USA gesponsert zu bekommen.

Für Raul Duwe war es eine sehr große Freude zu sehen wie Pablo sich in unserem Lieblings-Sport entwickelt hat. Die RD Arqueria Crew gratuliert Pablo herzlich zum top Ergebnis und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg und Freude.

Ich selbst habe das Divide-System für euch schon getestet und es hat großes Potential, natürlich hängt der Rest vom Bogenschützen ab aber zum „um die Welt reisen“ und auch um zu gewinnen ist das Divide-System einfach nur genial.

your girl with the pink and glowing bow

 

Bogenschützen der gehobenen Klasse und ihre RD Longo

Liebe Follower,

die Welt wäre ja langweilig, wenn ihr nur meine Blogs und meine Meinung lesen würdet. Daher möchte ich euch nicht die eine oder andere Kundenmeinung vorenthalten, die Raul erreicht hat. Mir ist der Bericht zu Techniklastig aber was zählt schon die Meinung einer Frau, gell?

Trotzdem mal der RD-Longo aus der Sicht eines Mannes!

Hallo Raul,

ich habe meinen RD Longo jetzt mal ausgiebig getestet und das entsprechende Setup probiert, du wolltest ja ein Feedback und Vergleich haben. Kurze Info zu meinem Bogenleben: 15 Jahre Erfahrung mit Langbogen und Selfbogen von diversen Bogenbauern (Border-Bow, Büttner, Stegmeyer…) Einige Titel wie, Landesmeister, Deutscher Meister und Vize Weltmeister errungen. Ich schreibe das jetzt rein als subjektives Empfinden aus der Sicht eines Schützen, der den Bogen als Turnierbogen nutzen möchte. Das heißt,    mit sehr hohen Anspruch. Die Vorgabe war ein RD Longo mit 68“ und ca. 45#, tiefer Pistolengriff, schlanke Wurfarme und in den Farben rot-schwarz gehalten.

Fangen wir mit dem optischen an: Ein absoluter Hingucker!

Die Farbkombi und das optische Erscheinungsbild sind geradezu perfekt gelungen, Silencer zum custom Bogen dazu zu packen finde ich eine klasse Idee.

Zum Design: Die Form wirkt geometrisch praktisch, wie aus einer Standard Form. Im Vergleich zum Stegmeyer  wirkt er wie eine Tafel Ritter Schokolade, quadratisch, Praktisch, gut. Der RD Longo wirkt vom das Design einfach nur praktisch (rein subjektiv und nur das Design, nicht die Optik, ist ja auch eine andere Preisklasse).

Zum Schussverhalten: Bei dem Bogen mit leichten Carbon Pfeilen (6 gpi) gibt es keinen Unterschied zwischen einen Eburon 98€, Raven 350€ und den RD Longo 800€ bis 30 Meter. Danach macht sich der RD Longo schon etwas besser. Das Problem ist allerdings, wenn ich beim Auszug auch nur 1 cm unterschied beim Ankern habe, wirkt sich das auf der Scheibe bei ca. 40 Meter bis zu 50 cm Höhenunterschied aus. Bei schwereren Pfeilen (ab 8 gpi) ist das nicht ganz so dramatisch.

Für ein Systemschützen der bei der IFAA Feld schießt, ist das allerdings ideal, weil er ja die Pfeilspitze als Auszugshilfe nutzt und dann kann man mit den leichten Setup auch leichte Pfeile mit wenig Zugkraft die 70 Yards gut bewältigen. Ein 3D Schütze wird irgendwann mit einem leichten Setup unzufrieden sein, weil die Streuung zu groß ist. Das Schussverhalten bei schweren Holzpfeilen (ab. 550 gn bei 46#) ist allerdings beim RD Longo um Längen besser als beim Eburon oder Raven. Der RD Longo drückt die Pfeile satt raus und bei einem FOC von über 65% über Mitte zieht die Spitze förmlich ins Ziel. Da kann der RD Longo auch mit Stegmeyer oder Falkenholz gut mithalten. Da auch der Stegmeyer bei 5 gpi ein schlechtes Schussverhalten hat, glaube ich, dass er das Mindestpfeilgewicht von 9ggp, also 9 gn Mindestpeilgewicht pro Pfund Zuggewicht angegeben hat.

Zur Verarbeitung: Der RD Longo ist von der Verarbeitung gar nicht mit dem Eburon oder Raven vergleichbar, die „scharfen Kanten“ bei den beiden Bögen wirken eher von einer Massenware, als von einem Handwerk, da ist der RD Longo deutlich besser verarbeitet. Der steht nicht viel dem Stegmeyer nach, der ist nur etwas „runder“ was ihn wertiger erscheinen lässt.

Zum Fazit: Der RD Longo ist auf Grund des Standard-Design ein guter, bis gehobener Mittelklasse Bogen. Der Longo custom macht ihn durch die Holz, Farb- und Griffvarianten aber zur unteren Spitzenklasse. Was zur oberen Spitzenklasse fehlt ist ein fließendes, harmonischeres Design, bei dem man nicht das Gefühl hat, das er aus einer geometrischen Fertigform kommt und einen leiseren Abschuss. Alles andere wie Farbkombi, Holzauswahl, Griffformen, Leistung, kein Handschock, bringt er schon mit. Seine Stärken nutzt er definitiv bei schweren Pfeile Setup aus, also für Holzpfeile – Schützen der ideale Langbogen, zumal er in allen Verbänden (DFBV, DBSV, TBVD, AAE, IFAA, WA, HDH-IAA) als Langbogen Regelkonform ist. Aber denke daran, dass es keine allgemein Meinung ist, sondern nur mein eigener persönlicher Eindruck, jemand anderes kann das ganz anders empfinden.

Allerbeste Grüße Uwe

 

 

 

 

your girl with the pink and glowing bow

Von einem neuen Bogen und Deutscher Meisterschaft

So schnell hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass mein neuer Bogen fertig wird. Es sollte wieder ein Primeiro werden, mit diesmal 62“ und einer anderen Farbkombination. Am Vorabend auf unserem Weg zur DM bekam ich die Nachricht, ich könnte ihn mitnehmen. Es war so oder so ein Zwischenstopp bei Raul geplant aber das ich da schon den neuen Bogen mitnehmen konnte, das war nicht geplant. Er fiel mir sofort auf, als ich den Vorraum von RD Arqueria betrat aber genau in dem Moment war ich dem Bogen verfallen. Ein paar Probeschüsse bei Raul steigerten meine Gefühle noch mehr. Ich besitze bereits einen Longo und einen Primeiro aber diese kleine Schönheit hat mich voll abgeholt.

Da stand ich nun und warf meine monatelange Vorbereitung für die DM über den Haufen. Ich testete ob die Pfeile passten und packte buchstäblich den Longo wieder ein. Wer braucht schon Medaillen wenn er so einen Bogen hat, dachte ich mir. Der Lack war buchstäblich noch ein bisschen feucht als ich bei der Bogenkontrolle den Bogen zur Begutachtung auf den Tisch legte. Da er durch seine Farben ein wenig ins Auge fällt wurde ich natürlich zu dem Bogen befragt, vor allem wie er sich schießt? Schmunzelnd musste ich immer sagen, mein anderer Primeiro ist der Wahnsinn aber ob er das genauso schafft, werden wir sehen!

Worauf ich natürlich immer fragend angesehen wurde und erklärte, das ich den Bogen gerade mal 2 Stunden besitze und bis auf vielleicht 10-15 Probeschüsse auf kurze Distanzen noch nicht genau wüsste, was mich erwartete. Es folgten auf dem Einschießplatz noch ein paar Testläufe auf weitere Distanzen aber schlussendlich hatte ich keine Ahnung wie die kleine Prinzessin reagieren würde, so bei 50m oder mehr.. naja „NO RISK – NO FUN“

Tag 1. lief besser als geplant, sodass ich tatsächlich auf dem dritten Platz landete, das war eine sehr große Überraschung aber wie immer wird zum Schluss abgerechnet und da konnte ich den Platz zwar nicht halten aber es war mir auch total egal. Ich habe genug von dem Klimbim im Schrank in allen 3 Farben aber so viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Normalerweise bin ich sehr trainingsfaul, irgendwie komme ich immer gut klar auch mit Training im Eco-Modus aber diesmal war es tatsächlich so, dass ich zwei Tage nach der DM meinen Bogen wieder einpackte und freiwillig zum Trainingsplatz fuhr um die Distanzen besser auszuschießen. Ich weiß nicht wer mehr überrascht war, mein Mann, meine Vereinsleute oder ich selbst. ICH – die immer eine Ausrede fürs Training hat, außer es geht auf Parcours. So fahre ich normalerweise während der geliebte Göttergatte im Training ist, ein paar Straßen weiter zum Stall und genieße die Zeit mit meinem Pferd, statt auf dem Platz zu üben aber es sind nun 3 Tage rum und es juckt wieder in den Fingern. Leider ist das Wetter für das kommende Wochenende mit Regen gemeldet, sehr schade, denn sonst wäre ich tatsächlich auf Parcours gefahren. Ja so kann es gehen… DAS ist von all meinen Bögen genau DER EINE der zu 100% zu mir gehört, es war als hätte ich vorher Frösche gehabt aber diesmal ist eine Prinzessin aufgeploppt …

Ich will nicht sagen, dass es jeder wie ich machen muss, alle 1-2 Jahre oder mit noch kürzeren Abständen einen Bogen zu kaufen um zu gucken, was noch so auf dem Markt rumschwirrt, viele meiner vorherigen Bögen haben mir das ganze KlimBim gebracht aber niemals hatte ich so einen Spaß dabei. Leider hat Raul einen kleinen Fehler gemacht, er hat meine Prinzessin so auf mich maßgeschneidert gebaut, dass ich für seeeehr seeehr lange Zeit mit Sicherheit keinen weiteren Bogen wünsche. Meine anderen Bögen haben in der Zwischenzeit überall in Deutschland eine neue Heimat gefunden, bis auf die von Raul aber ich überlege mir, ob die kleine Prinzessin nicht noch ein Bettchen im Schlafzimmer bekommt – Scherz beiseite. Wenn ihr die gleiche Euphorie wie ich erfahren möchtet, dann HOPP HOPP – euch steht nichts im Weg.

your girl with the pink and glowing bow

Divide System im Praxistest

Liebe Follower,

vor 3 Tagen hatte ich das wahnsinnige Glück, den Prototypen einmal Probeschießen zu können. Zu eurer Erhellung ist ein kleiner Clip beigefügt.

Ich kann euch nur sagen, es lohnt sich unbedingt den teilbaren Bogen einfach mal auszuprobieren. Ich war überrascht das man in der Hand keinen Spalt merkt und der Bogen wunderbar schießt. Er liegt ruhig in der Hand und macht unheimlich Laune. Ich kann ihn euch nur empfehlen.

your girl with the glowing bow

NEWS NEWS NEWS

Was hat sich Raul Duwe von RD Arqueria  jetzt schon wieder für euch einfallen lassen?

Ihr werdet begeistert sein, vor allem die Schützen unter euch, die wenig Platz für den Transport haben, wie zum Beispiel die Motorradfahrer unter euch oder wenn ihr viel auf Reisen seid und euer Kofferraum schon alleine durch euer Gepäck platzt.

Genau für solche Fälle hat Raul etwas Neues für euch gezaubert. Nie mehr Probleme mit dem Verstauen des Bogens,  jeder Biker der sich öfters mal gefragt hat, wohin mit dem Langbogen und statt sein cooles Zweirad  die Autoschlüssen an einem sonnigen Tag genommen hat, erhält nun die Antwort auf sein Problem.

Seine neueste Entwicklung nennt sich:

„Divide“

Ein System für einen teilbaren Einteiler, erhältlich für die Modelle Ranger, Longo oder Primeiro.

Ein paar winzige Feinheiten und Optimierungen stehen noch an und dann kommt das neue Wundermodell auf den Markt.

Aber ist nicht Vorfreude bekanntlich die schönste Freude. Nur noch ein paar Mal schlafen… ich werde euch als Erstes die Markteinführung bekanntgeben.

 

your girl with the glowing bow